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Herausforderungen in der Remote-Personalauswahl

Remote Work ist ein Modell, das immer mehr an Bedeutung gewinnt und den Mitarbeitenden viele Vorteile bietet – mehr Zeit mit der Familie, eine bessere Work-Life-Balance oder die Möglichkeit außerhalb der Ballungsräume wohnen zu können ohne den Job wechseln zu müssen. Doch um mit mobilem Arbeiten glücklich zu werden, sind bestimmte charakterliche und persönliche Eigenschaften von Vorteil. Oft verliert man sich in der Traumvorstellung sich seine Arbeitszeit frei einteilen zu können oder nicht ortsgebunden zu sein und verliert dabei die damit verbundenen Risiken aus den Augen. Eine wichtige Aufgabe liegt daher im Zuständigkeitsbereich der Personalabteilung: Die Auswahl der zukünftigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Hilfreiche Eigenschaften identifizieren

Die zwei wichtigen Faktoren Persönlichkeit und fachliche Qualifikation sind in den meisten Fällen dafür verantwortlich, ob eine Aufgabenbereich oder Tätigkeitsfeld erfolgreich bewerkstelligt werden kann. Genau diese beiden Punkte gilt es schon zu Beginn des Auswahlverfahrens im Hinterkopf zu behalten. Während sich der fachliche Aspekt nicht wesentlich von den Anforderungen eines Bürojobs unterscheidet, sollte der persönlichen Eignung eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Denn neben den beruflichen Anforderungen sind es immer psychische Belastungen oder Herausforderungen, die den Arbeitsalltag prägen und für den Mitarbeitenden erschweren. 

Es ist eine Typsache

Ebenso wie nicht jeder Mensch das Mind-Set eines erfolgreichen Sales Managers und die Affinität zur Kaltakquise besitzt, ist auch Remote-Work nicht für jeden geeignet. Empathie, Kommunikation und ein gesicherter sozialer Background sind wichtige Voraussetzungen, um im Home-Office glücklich zu werden und sich nicht in Einsamkeit zu verlieren. 

In den vergangenen 1,5 Jahren zeigte die Corona-Pandemie die schweren psychischen Folgen einer sozialen Isolation auf. Neben Depressionen, Burnout oder dem Gefühl der Vereinsamung, können auch erhöhte Wut- und Aggressionsreaktionen die Folgen sein. Eine ähnliche Isolation kann sich auch für Arbeitnehmer*innen ergeben, die nicht bereit für das mobile Arbeiten sind – besonders, wenn die Grenzen zwischen Privatleben und Arbeit in den eigenen vier Wänden verschwimmen. Die Verantwortung der Personalabteilung, diesen Gefahren vorzubeugen ist enorm. Daher sollte sicher gegangen werden, dass zukünftige Mitarbeiter*innen in der Lage sind, sich einen sozialen Ausgleich zu schaffen und sich in einer Remote Kultur zu integrieren. 

Erfahrungen mit Home-Office erleichtern den Start 

Aus der Not geboren waren Bewerbungsgespräch in Form einer Videokonferenz an der Tagesordnung. In den bestimmten Branchen und Positionen gibt es kaum noch Arbeitnehmer*innen, die noch keine Erfahrungen mit mobilem Arbeiten oder Home-Office gemacht haben. Dies erleichtert das spätere Onboarding ungemein. Dennoch sind Organisation, ein gutes Projektmanagement und Selbstdisziplin wesentliche Bewerbereigenschaften, die förderlich zu einer erfolgreichen Remote Kultur beitragen.